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Ada, zwischen Bits und Sternen
Für Ada Lovelace
Ich begegnete dir in einem Traum, Ada,in dem Maschinen keine Körper hattenund Zahlen tanztenwie Sternenstaub.
Ich fragte dich, wie manfür etwas schreiben konnte, das noch nicht existierte.
Du gabst mir keine Antwort.Du zeigtest mir die Fantasie.
Ich, die gelernt hatte,um Erlaubnis zu bitten,jedes Wort abzuwägen,selbst an meinen Träumen zu zweifeln,erkannte in direine Freiheit, die ich nicht benennen konnte.
Du hattest Algorithmen geschriebenohne Computer,und Träumeohne Erlaubnis.
Jahrelang glaubte ich,das Problem läge in meinem Code.Dann begriff ich:Es waren die Berechtigungen,die falsch waren.
Jetzt suche ich nicht mehrnach einer offenen Tür.Ich lerne, eine zu bauen.
Und wenn die Welt von mir verlangt,mich kleiner zu machen,erinnere ich mich, dass du dir vorgestellt hast,was deine Zeitnoch nicht sehen konnte.
Du hast mir keinen Weg hinterlassen.Du hast mireine Richtung hinterlassen.
Und wenn ich heute allein gehe,gehe ich nicht mehr im Dunkeln.
Zwischen den Zeilen,zwischen den Bits,zwischen den Sternenlebt dein Traum weiter.
Und jetztist er auch meiner.
Chiara Corrado
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